Warum soll es ein Golden Retriever sein und was gibt es zu beachten?

Weil er so wunderschön ist? Weil er ein Modehund ist? Wegen seines guten Rufes und seiner Kinderfreunlichkeit? Wegen seiner Leichtführigkeit?

Es wird leicht vergessen, dass auch der Golden Retriever als "Arbeitshund" (mehr zum Thema Arbeitslinie und Showlinie unter dem Menupunkt Rasseportrait) gezüchtet wurde, um dem Fischer/Jäger das Wild zurückzubringen = "to retrieve", daher kommt auch sein Name. Das heißt, auch ein Golden Retriever, als intelligenter und arbeitsfreudiger Hund will beschäftigt werden, in Form von Apportieren (es kann auch die Brille oder das Telefon sein, muss nicht unbedingt die geschossene Ente herhalten). Warum nicht z.B. den Plastik- oder Papiermüll an die Strasse apportieren, das habe ich z.B. meinen Hunden beigebracht. Kontakt mit anderen Hunden zum Toben und Spielen, ausgedehnte Spaziergänge, wenn möglich am Wasser, denn der Goldie ist dort in seinem Element. Er schwimmt für sein Leben gerne!

Es gibt vielerlei Möglichkeiten einen Golden Retriever zu beschäftigen: Als Jäger können Sie einen Golden Retriever vortrefflich als Jagdhund ausbilden, Rettungshund, Fährtenarbeit, Therapiebegleithund, all das wird Ihr Golden Retriever lieben! Nur in der Ecke liegen würde er vermutlich auch, aber unglücklich würde er werden!

Bevor Sie einen Welpen kaufen, prüfen Sie bitte, ob Sie ihm für die nächsten 10-15 Jahre genügend Zeit widmen können und wollen. Ein Goldie sollte mindestens zweimal am Tag jeweils für ca. 1 Stunde spazieren gehen, eine Hundeschule besuchen und Erziehung genießen, gesundes, frisches und abwechslungsreiches Futter bekommen. Trockenfutter ist in meinen Augen nicht die beste Art der Hundeernährung. Bitte denken Sie einmal darüber nach, ob Sie bereit wären, Ihren Hund mit frischem Fleisch und Gemüse zu ernähren (Barf) , erste und wichtige Informationen hierüber finden Sie in dem Büchlein von Swanie Simon "Barf" (bei Amazon zu kaufen).

Gerne unterstütze ich Sie darin, Ihren Hund zu "barfen". Meine Hunde danken es mir mit Vitalität, gesunden Zähnen und glänzenden Augen, wenn das Frischfutter in die Futterschüsseln kommt.

Genauso wie Sie sich einen Züchter gut anschauen sollten und wie er die kleinen Goldschätze aufwachsen lässt, so werde ich auch darauf achten, dass er bei Ihnen das bestmöglichste Zuhause findet! Zeit und ehrliches Interesse an der Seele und Wesen des Hundes sind mir wichtiger als ein fettes Gehalt, sozialer Status und großer Garten!

Ihr neues Familienmitglied möchte natürlich auch ausgiebig beschmust werden, gepflegt  (Kämmen, Ohren kontrollieren, Haut, Pfoten, Augen, Zähne kontrollieren) und  Aufmerksamkeit bekommen, sowie das Gefühl dazu zu gehören.

Natürlich kostet die Haltung eines Hundes Geld, seien Sie ehrlich zu sich selbst und überlegen Sie gut, ob Sie sich einen Hund leisten können. Es können ggfs. Operations- und Tierarztkosten (z.B. durch Unfall) auf Sie zukommen, die nicht unerheblich sind. Daneben gibt es die Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Futter, Pflegeartikel, Decken, Spielzeug etc. etc.

Ein Golden Retriever ist kein Zeitvertreib für kleine Kinder, obwohl er nach guter Sozialisierung sehr verträglich ist. Bei einem kleinen Kind im Haushalt dürfen Sie es nie mit dem Hund allein lassen. Auf keinen Fall darf er beim Fressen oder Schlafen gestört werden! Der Goldie läßt sich viel gefallen, aber nicht jeder Hund ist gleich, das gilt es unbedint zu beachten. Und ein Golden Retriever ist temperamentvoll beim Spielen! Als Welpe sind da auch die spitzen Zähnchen, die schon recht weh tun können. Überlegen Sie gut, ob Sie wirklich jeden Moment dafür garantieren können, dass Hund und Kind nicht allein zusammen sind, denn auch ein Goldie ist, wenn auch mit die gutmütigste Rasse trotz allem ein Raubtier! Vielleicht warten Sie lieber noch ein Weilchen, bis Ihre Kinder etwas größer sind!

Auch wird Ihre Wohnung nicht mehr so sauber wie vorher sein, der Goldie ist ein Matschebär, liebt jede Pfütze und hat langes Fell, das sich gern überall!! verteilt.

Eine Zwingerhaltung ist für den Goldie der psychische Knockout! Er liebt es, sehr eng mit seinen Menschen zusammen zu sein! Wenn er Stunden alleine zu Hause verbringen muss, wird er auf Dauer unausgeglichen, depressiv oder verhaltensauffällig.

Auch wenn man einen Goldie daran gewöhnen kann, ein paar Stunden alleine zu sein, braucht es viel Zeit fürs Miteinander, um Bindung aufzubauen und zu erhalten.

Wie sieht es im Urlaub aus, können/wollen Sie Ihren Liebling mitnehmen? Bitte überlegen Sie sich, Ihren Hund nicht zu oft in fremde Hände zu geben, viele Goldies trennen sich sehr sehr ungern von ihrer Familie! Wenn es gar nicht anders geht, suchen Sie sich maximal zwei bis drei verschiedene Personen, wo Ihr Liebling zeitweise untergebracht werden kann. Ich biete allen meinen Welpenkäufern an, Ihren Hund bei mir in Pension zu geben. Ich freue mich natürlich, meine grossgewordenen "Babys" wiederzusehen und betreue sie sehr gerne! Sie werden in mein Rudel integriert und dürfen sich frei in Haus und Garten bewegen, sowie mit auf die Spaziergänge gehen. Ich nehme immer nur einen Hund auf, damit ich mich voll und ganz auf diesen einen Besuchshund konzentrieren kann, ihn ins Rudel integrieren und ihm eine schöne Urlaubszeit bereiten kann. Auf Wunsch kann ich Ihnen auch erzieherisch bei Seite stehen!

Ein Hund braucht  Konsequenz (nicht körperliche Züchtigung, die das Vertrauen zerstört), klare Anweisungen (von allen Familienmitgliedern sollte die gleiche Art der Erziehung ausgeübt werden) und Zuverlässigkeit, damit aus ihm ein treues und ausgeglichenes Familienmitglied werden kann. Eine gute Hundeschule ist dabei von unschätzbarem Wert, vor allem, wenn dies Ihr erster Hund ist. Des Weiteren braucht er Anregung und Beschäftigung, viele Schmuseeinheiten und auch Pflege (Kontrolle Fell, Ohren, Augen, Afterregion, Zähne etc.) denn sonst kann auch ein Goldie sich Blödsinn einfallen lassen oder eine unausgeglichene Psyche entwickeln.

Besonders wichtig ist das Tadeln oder auch das Lob im richtigen Moment, nämlich genau in der Sekunde, indem das Fehlverhalten auftritt. Ein Hund kann sonst sein Verhalten nicht mit dem Tadel/Lob in Verbindung bringen.

Haben Sie eine Mietwohnung bedarf es der Zustimmung des Wohnungseigentümers.

In jeder Gemeinde bestehen verschiedene Vorschriften und Gesetze, bitte setzen Sie sich schon vorab darüber in Kenntnis, z.B. Anleinpflicht usw.

Bitte kaufen Sie sich ein gutes Buch zur Hundeerziehung, besser mehrere. Je mehr theoretisches Wissen Sie mitbringen, umso besser werden Sie mit Ihrem Hund umgehen können und um so mehr Freude werden Sie mit ihm haben. Stöbern Sie auch im Internet, was auf Sie zukommt an Verantwortung. Eine Möglichkeit ist z.B. auch das Absolvieren des Hundeführerscheines.

Setzen Sie sich so früh es geht mit mir in Verbindung, wenn Sie sich nun bewusst für einen kleinen Goldie entschieden haben, ich beantworte Ihnen gerne Fragen rund um die Anschaffung, Haltung, Erziehung, Ernährung, Impfung, Entwurmungen etc. Wir vereinbaren dann einen Termin, damit Sie uns und unsere Hunde schon vor der Geburt vor Ort kennen lernen können. Wir führen eine Liste für Kaufinteressenten, in der Sie sich eintragen lassen können. Falls Sie sich anderweitig entschieden haben, können Sie sich aus der Liste streichen lassen, und so können wir die Liste auf dem neuesten Stand halten.

Wir halten Sie auf unserer Homepage auf dem neuesten Stand, was die nächste Schwangerschaft und Geburt betrifft.

Wenn der Welpe etwa 5 Wochen alt ist, können Sie Ihr neues Familienmitglied regelmäßig besuchen, das fördert die so wichtige Gewöhnung aneinander und die Sozialisierung.. Sie nehmen an der Entwicklung des Welpen unmittelbar teil und auch wir Zweibeiner können uns schon ein wenig kennen lernen, denn ich möchte unsere kleinen Goldstücke natürlich nur in die liebevollsten Hände geben, auch passt  nicht jeder Hund in jede Familie. Vertrauen Sie mir auch ein wenig bei der Auswahl Ihres Lieblings, manchmal ist ein ruhiger, schmusiger Rüde besser zu handhaben als eine energiegeladene Hündin, die vielleicht ein großes Emotionsspektrum zeigt. Ich behalte mir vor, Ihnen von einem bestimmten Hund abzuraten, wenn ich der Meinung bin, dass er nicht zu Ihren Vorstellungen und in Ihre Familienkonstellation passt und werden dann mit Ihnen zusammen nach einem geeigneten Welpen schauen. Ich erlebe immer wieder, dass Hündinnen bevorzugt werden, weil man der Meinung ist, diese seien leichter zu erziehen und liebevoller sowie schmusiger im Umgang. Das ist in meinen Augen definitiv nicht so. In meinem großen Rudel habe ich zwei sehr ruhige, bei der Erziehung konzentrierte Rüden und auf der anderen Seite zwei nicht minder liebe, aber eben "powerful" young ladys.

Wegen der Übertragung von Krankheitskeimen möchten wir Sie bitten, die Welpen nur gesund zu besuchen, auch sollten Sie am gleichen Tag nicht mehrere Züchter besuchen, das das Risiko der Übertragung von Krankheitskeimen für die kleinen Würmer zu groß wäre. Bitte achten Sie auch auf saubere Kleidung, denn die Parvovirose z.B., eine Viruserkrankung, die sehr schnell alle Welpen eines Wurfes dahinraffen kann, setzt sich auf Kleidung fest und überträgt sich im Nu auf die Kleinen. Darum bitte Jacken und Schuhe vor dem Hause ausziehen, nur zum Schutz der Babies!

Wenn Sie all dies noch nicht abgeschreckt hat, hier anschließend einige

Übungen zur Vorbereitung auf einen Welpen :)

 

  • Gießen Sie kalten Apfelsaft in verschiedenen Abständen auf den Fußboden Ihres Hauses, und laufen Sie dann barfuss im Dunkeln.
  • Tragen Sie Socken deren Spitzen mit einer stumpfen Schere zerraspelt sind.
  • Laufen Sie täglich sofort nach dem Aufwachen nach draußen in den Regen und sagen Sie laut: “Sei ein braver Hund, geh jetzt Pipi machen, beeil Dich, komm, lass uns gehen!”
  • Reiben Sie alle guten Kleidungsstücke mit Hundehaaren ein. (Dunkle Kleidung benötigt weißes Haar, helle dunkle Haare. ) Werfen Sie ebenso ein paar Hundehaare in die erste Tasse Kaffee am Morgen.
  • Spielen Sie Fangen mit einem nassen Tennisball.
  • Rennen Sie barfuss in den Schnee um die Gartentür zu schließen.
  • Kippen Sie den Korb mit Ihrer frisch gewaschenen Wäsche um, und verteilen Sie diese über den Fußboden.
  • Abends hinterlegen Sie Ihre getragene Unterwäsche auf dem Boden des Wohnzimmers, weil der Welpe sie sowieso dorthin tragen wird (… dies besonders, wenn Sie Besuch haben werden …).
  • Springen Sie kurz vor dem Ende Ihrer Lieblingssendung im Fernsehen von Ihrem Sitz auf, laufen Sie zur Tür und rufen hinaus: “Nein, pfui, mach das draußen!”
  • Lassen Sie Schokoladenpudding auf den Fußboden des Hauses fallen, und üben Sie sich darin, diesen nicht aufzuwischen, bevor es Abend ist.
  • Bearbeiten Sie die Platte des Wohnzimmertisches mit einem Schraubenzieher, sie wird sowieso angekaut werden.
  • Nehmen Sie eine warme, flauschige Decke aus dem Trockner und wickeln Sie sich sofort damit ein. Dies ist das Gefühl, wenn der Welpe auf Ihrem Schoss einschläft.
  • Zerstören Sie sämtliche Deckel der teuren Tupperware, dann können Sie ausprobieren, ob die Dosen mit Frischhaltefolie abgedeckt bis zu nächsten Tupperparty genauso frisch halten!
  • Reißen Sie den Inhalt sämtlicher Papierkörbe in klitzekleine Fetzen, machen Sie diese nass und verteilen Sie auf dem Teppich.
  • Klemmen Sie das Autoradio ab, aber nicht im herkömmlichen Sinne, sondern einfach die Kabel herausreißen und mit den Zähnen durchtrennen.
  • Deponieren Sie etwas aufgeweichtes Hundefutter im Kofferraum des Autos fahren bis zum nächsten Autobahnrastplatz wo Sie das Zeug dann endlich notdürftig mit ein paar Tempos behelfsmäßig entfernen dürfen.
  • Sehen Sie zu, dass genügend Feuchtigkeit und Schlamm im Auto ist, damit man auf keinen Fall durch die Rückscheiben gucken kann.
  • Schneiden Sie das Telefonkabel einfach mal durch, um zu sehen wie das ist, wenn der Welpe es durchgebissen hat.
  • Holen Sie eine Kneifzange und zerlegen eine Fernsehfernbedienung. Nebenbei lernen Sie, dass diese teurer als das ganze Fernsehgerät ist.
  • Holen sie ein Stemmeisen und schnitzen seltsame Muster in Ihre Türrahmen. 
  • Durchtrennen Sie die Klingelanlage am Tor. Nötigenfalls buddeln sie dazu große Löcher und ziehen solange am Kabel, bis es klappt.
  • Zerlegen Sie in aller Seelenruhe den frisch geerbten Perserteppich in seine elementarsten Bestandteile.
  • Sammeln Sie Hundehaufen auf und ertragen neugierige Blicke einer Horde Langläufer die dazu den Lauf unterbrechen mit Gleichmut.
  • Ziehen sie ein Handtuch von der Wäscheleine und zwar so, dass die Wäscheleine zusammenklappt. Anschließend schleppen Sie das Handtuch auf eine matschigen Wiese hin und her. Es wird eines Ihrer ersten Hundehandtücher werden.
  • Graben Sie im Garten Ihre 25 jährigen Rosen aus und trennen Spross von Wurzel.
  • Zerlegen Sie das Lieblingsstofftier ihres Kindes und hören sich ENDLOSE Tiraden über den Verlust an.